Déclaration conjointe à l’occasion du 55e anniversaire de la signature du Traité sur la coopération franco-allemande du 22 janvier 1963

Vor 55 Jahren unterzeichneten Charles de Gaulle und Konrad Adenauer den Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit ("Élysée-Vertrag"). Der Élysée-Vertrag ist ein Meilenstein in der Geschichte der deutsch-französischen Freundschaft und bleibt die Grundlage für ein breites und vertrauensvolles Zusammenwirken zwischen unseren Ländern und unseren Bürgerinnen und Bürgern. Die deutsch-französische Freundschaft ist seither ein Grundpfeiler der europäischen Integration.

Frankreich und Deutschland sind einander wichtige politische Partner und vertrauensvolle Nachbarn. Franzosen und Deutsche sind auf das Engste miteinander verbunden. Unsere Regierungen tragen gemeinsam Verantwortung angesichts vielfältiger Herausforderungen in Europa und der Welt.

Anlässlich des 55. Jahrestages des Élysée-Vertrags bekräftigen der Präsident der französischen Republik und die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland ihren Willen, die Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland weiter zu vertiefen. Damit lassen wir uns von dem Gründungsgedanken des Élysée-Vertrags leiten, die Bürgerinnen und Bürger einander näher zu bringen und unsere Zusammenarbeit für alle erfahrbar zu machen. Der Präsident und die Bundeskanzlerin begrüßen die gemeinsame Entschließung unserer beiden Parlamente und deren Absicht, die Zusammenarbeit durch ein förmliches bilaterales Parlamentsabkommen zu verstärken.

Frankreich und Deutschland streben den weiteren Ausbau der deutsch-französischen Zusammenarbeit an, um den politischen, sozialen, wirtschaftlichen und technologischen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte zu begegnen. Es geht hierbei insbesondere darum, auf dem Weg zu einem stärker prosperierenden und wettbewerbsfähigen, souveränen, geeinten und demokratischen Europa voranzuschreiten. Unser Ziel ist es, gemeinsame Positionen zu allen wichtigen europäischen und internationalen Themen zu entwickeln.

In diesem Sinne haben sich der französische Präsident und die Bundeskanzlerin am 19. Januar in Paris darauf geeinigt, im Laufe dieses Jahres einen neuen Élysée-Vertrag abzustimmen, der die Zusammenarbeit insbesondere in folgenden Bereichen voranbringen wird :

– Wir wollen unsere Volkswirtschaften auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten –

Wir werden die wirtschaftliche Integration vertiefen - unter Berücksichtigung der Zuständigkeiten der verschiedenen Regierungsebenen in unseren Ländern. Dabei gilt es insbesondere die bilaterale Rechtsharmonisierung und die gemeinsame Umsetzung von EU-Recht in unseren Ländern zu fördern. Wir werden gemeinsame Politiken und Instrumente für eine nachhaltige Entwicklung, die Digitalisierung und bahnbrechende Innovationen schaffen, unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken und die wirtschaftliche, fiskalische und soziale Konvergenz befördern.

– Wir wollen unsere Gesellschaften und Bürger einander näher bringen –

Um den Élysée-Vertrag zu modernisieren und voranzutreiben, streben wir danach, die Beziehungen zwischen unseren Zivilgesellschaften, insbesondere zwischen jungen Menschen, zu vertiefen. Aufbauend auf der bedeutsamen Arbeit des Deutsch-Französischen Jugendwerks und der Deutsch-Französischen Hochschule werden wir unsere bilaterale Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung, Innovation und Kultur fördern. Wir werden ehrgeizige Schritte unternehmen, um den gegenseitigen Spracherwerb auszuweiten. Wir werden Schulpartnerschaften und Austauschprogramme (von Schülern, Studenten, Auszubildenden, Beamten) ausbauen und die Mobilität verbessern. Wir werden Begegnungsmöglichkeiten und gemeinsame kulturelle Projekte in beiden Ländern und in Drittländern weiterentwickeln. Zu diesen Zwecken werden wir neue Kooperationsformen schaffen. Dies schließt den Bereich der regionalen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ein.

– Wir wollen gemeinsam Sicherheit, Frieden und Entwicklung fördern –

Deutschland und Frankreich werden ihre vertrauensvolle Zusammenarbeit im Bereich der Außen-, Verteidigungs-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik erweitern, sei es im Kampf gegen den internationalen Terrorismus, beim Krisenmanagement oder der Entwicklungshilfe. Wir werden Wege aufzeigen, um gemeinsamen deutsch-französischen Interessen und Werten effektiver Geltung zu verschaffen, insbesondere im Rahmen von gemeinsamen administrativen und diplomatischen Strukturen, und zwar in multilateralen Institutionen sowie in unseren Beziehungen zu unseren Partnern innerhalb und außerhalb der Europäischen Union. Wir werden auch unser strategisches Denken in verteidigungs- und sicherheitspolitischen sowie nachrichtendienstlichen Fragen annähern, insbesondere durch eine verstärkte Zusammenarbeit unserer Polizeikräfte und Nachrichtendienste. Gemeinsam können wir Kräfte bündeln, um unsere Partner zu einem eigenständigen Krisenmanagement zu befähigen und die Entwicklung insbesondere in Afrika zu fördern. Gemeinsam werden wir uns mit Entschlossenheit dafür einsetzen, europäische Antworten auf die Herausforderungen der unkontrollierten Migration zu finden - unter Berücksichtigung der dem Asylrecht zugrundeliegenden Verpflichtungen und Wertvorstellungen.

– Wir wollen die Herausforderungen der globalisierten Welt angehen –

Der rasche technologische Fortschritt der heutigen Welt und die Herausforderungen, die sich in der Agenda 2030 und im Pariser Abkommen widerspiegeln, sind ein weiterer Grund, den Élysée-Vertrag - die Grundlage unserer bilateralen Zusammenarbeit - für die kommenden Jahrzehnte zu modernisieren und auszubauen. Gemeinsam streben wir nach Nachhaltigkeit und dem Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft in unseren Ländern, der Europäischen Union und weltweit. Wir werden gemeinsam wirksame Strategien und neue technologische Ansätze erarbeiten und unterstützen, z.B. in den Bereichen Klimaschutz, Energie, Mobilität, Biotechnologie und künstliche Intelligenz.

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Il y a 55 ans, Charles de Gaulle et Konrad Adenauer signaient le Traité sur la coopération franco-allemande (Traité de l’Élysée). Ce traité, événement majeur dans l’histoire de l’amitié franco-allemande, demeure la base d’une coopération vaste et fondée sur la confiance entre nos pays et nos concitoyens. Depuis lors, l’amitié franco-allemande est un pilier de l’intégration européenne.

La France et l’Allemagne sont l’une pour l’autre des partenaires politiques majeurs et des voisins de confiance. Les citoyens français et allemands sont étroitement liés. Nos gouvernements partagent une même responsabilité face aux nombreux défis auxquels sont confrontés l’Europe et le monde.

À l’occasion du 55e anniversaire du Traité de l’Élysée, le Président de la République française et la Chancelière de la République fédérale d’Allemagne réaffirment leur détermination à approfondir encore la coopération entre la France et l’Allemagne, conformément à l’esprit fondateur de coopération concrète et de rapprochement des citoyens du Traité de l’Élysée. Le Président et la Chancelière saluent la résolution commune de nos deux Parlements et leur volonté de renforcer l’institutionnalisation de la coopération grâce à un accord parlementaire bilatéral officiel.

La France et l’Allemagne s’efforcent d’élargir encore la coopération franco-allemande, afin de relever les défis politiques, économiques, sociaux et technologiques des prochaines décennies. Il s’agit notamment de consolider et de rénover notre coopération, dans le but d’aller de l’avant sur la voie d’une Europe prospère et compétitive, plus souveraine, unie et démocratique. Notre ambition est de définir des positions communes sur toutes les questions européennes et internationales importantes.

Dans cet esprit, le Président et la Chancelière sont convenus le 19 janvier à Paris d’élaborer au cours de cette année un nouveau Traité de l’Élysée, qui fera progresser la coopération, notamment pour :

Préparer nos économies aux défis de demain

Nous approfondirons l’intégration de nos économies, tout en respectant les compétences des différents niveaux institutionnels de chaque État, en encourageant notamment une harmonisation bilatérale de nos législations et l’application coordonnée du droit communautaire dans nos pays ; nous élaborerons des politiques et des instruments communs pour le développement durable, le passage au numérique et l’innovation de rupture ; nous renforcerons notre compétitivité et favoriserons la convergence économique, fiscale et sociale.

Rapprocher nos sociétés et nos citoyens

Afin de moderniser le Traité de l’Élysée et de le faire progresser, nous aspirons à renforcer les liens entre nos sociétés civiles, notamment entre les jeunes. Soulignant l’action significative accomplie par l’Office franco-allemand pour la jeunesse (OFAJ/DFJW) et par l’Université franco-allemande (UFA/DFH), nous nous emploierons à promouvoir notre coopération bilatérale dans les domaines de l’éducation, de la recherche, de l’innovation et de la culture. Nous adopterons des mesures ambitieuses dans le but de promouvoir l’enseignement réciproque des langues. Nous développerons les jumelages entre établissements d’enseignement et les programmes d’échanges (d’élèves, d’étudiants, d’apprentis, de fonctionnaires…) ainsi que la mobilité. Nous continuerons à promouvoir les échanges et les projets culturels communs dans nos deux pays et, conjointement, dans des pays tiers. À cette fin, nous établirons de nouveaux cadres de coopération. Cette action comprend le domaine de la coopération régionale transfrontalière.

Agir conjointement en faveur de la sécurité, de la paix et du développement

La France et l’Allemagne développeront leur coopération basée sur la confiance dans les domaines des politiques étrangère, de défense, de sécurité et de développement, que ce soit en matière de lutte contre le terrorisme international, de gestion des crises ou d’aide au développement. Nous étudierons les moyens de faire valoir plus efficacement les intérêts et valeurs communs franco-allemands, en particulier dans le cadre de mécanismes administratifs et diplomatiques communs, dans les institutions multilatérales et dans nos relations avec nos partenaires, tant au sein qu’à l’extérieur de l’Union européenne. Nous rapprocherons également nos cultures stratégiques en matière de défense, de sécurité et de renseignement, notamment en développant la coopération entre nos forces de police et nos services de renseignement. Ensemble, nous pouvons unir nos forces pour que nos partenaires soient mieux en mesure de gérer les crises de manière autonome et pour favoriser le développement, en particulier en Afrique. Ensemble, nous nous engagerons résolument à trouver des réponses européennes aux défis des migrations incontrôlées, en respectant nos responsabilités et nos valeurs en matière d’asile.

Répondre aux défis de la mondialisation

La rapidité des progrès technologiques du monde actuel et les défis énoncés dans l’Agenda 2030 et dans l’Accord de Paris constituent de toute évidence une raison de plus de moderniser et d’élargir le Traité de l’Élysée, base de notre coopération bilatérale, pour les décennies à venir. Ensemble, nous aspirons à un développement durable et à la transition vers une économie sobre en carbone dans nos pays, dans l’Union européenne et dans le monde.
Nous étudierons et proposerons conjointement des politiques efficaces et de nouvelles approches technologiques, notamment dans les domaines de la protection du climat, de l’énergie,de la mobilité, des biotechnologies et de l’intelligence artificielle

Dernière modification : 22/01/2018

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